Teilnehmererfahrungen

Das Patientenleitsystem mit Rezeptwertmanagement ist erfolgreich eingeführt worden. Es hat sich als sehr hilfreich erwiesen, beide „Chefs“ zum Gesundheitsberater und Praxismanager ausbilden zu lassen, sowie sich viel Zeit zu nehmen, um mit dem ganzen Team die kommenden Veränderungen zu besprechen. Insbesondere die Festlegung der Prozesse hat dazu geführt, das am Ende alles reibungslos verlief und weiterhin verläuft.

Die Patienten freuen sich über die Zuwendung und den Einsatz der Praxismanager für ihre Gesundheit. Da viele Patienten jetzt deutlich früher von der KG zur KGG wechseln und damit nur in der Gruppe vom Therapeuten gesehen werden, ist die Qualitätssicherung der fortschreitenden Rehabilitation schwieriger. Hier wurde seitens der Mitarbeiter angeregt, insbesondere bei den BVB’s und den LHB’s nach drei Monaten eine weitere Therapieberatung durchzuführen. Die Umsetzung dieser Anregung wird in den nächsten Wochen geschehen.

Stefan Meise,

Rücken- und Gelenkzentrum Olsberg

Im Großen und Ganzen hat mich die Fortbildung zur Gesundheitsberaterin und Patienten- Praxis Managerin um einiges weitergebracht. Sowohl in meinem beruflichen, als auch in meinem privaten Alltag.

Vor der Fortbildung hatte ich noch keinen strukturierten Ablauf, wie ich eine Patientenberatung durchführen sollte, welcher mir jetzt mehr als klar ist. Nun kann ich unseren Patienten eine bessere Chance geben, die Therapien voll und ganz auszunutzen, indem ich besser darüber informiert bin, worauf ich achten muss oder was ich dafür tun muss, damit die Heilmittelverordnung möglicherweise zu einer BVB oder einer langfristigen Verordnung wird.

Im Modul 8 wurde mir nochmal vor Augen gebracht, wie wichtig es ist, sich nicht das heranzuziehen, was mir mein Gegenüber erzählt, sondern es nach dem Beratungsgespräch im Raum zu lassen und voll und ganz bei mir zu bleiben.

Für mich wurden im Laufe der Schulung noch ganz viele Unklarheiten bereinigt. Besonders in dem Bereich Rezeptwertmanagement.

Meiner Meinung nach ist diese Schulung eine sehr gute und ich würde sie jedem mit dem gleichen Interessenfeld weiterempfehlen.

Vanessa W.,

Absolventin

Manchmal kommt es anders als man denkt. Die Vorbereitung auf das Gespräch war klar, die Sachlage eindeutig und die Möglichkeiten der weiteren Behandlung durch Änderung des Indikationsschlüssels und des Heilmittels realistisch. Das Portfolio unserer Physiotherapie bot sogar weitere Möglichkeiten im Selbstzahlerbereich, um die Probleme der Patientin zu minimieren.

Doch manchmal schreibt das Leben seine eigene Geschichte und man muss den geplanten Weg verlassen, um ans Ziel zu kommen. Doch auch hier in dieser schwierigen Situation hat mir die Patientenkybernetik weitergeholfen. Empathie, Achtsamkeit dem Patienten und mir gegenüber und das Fachwissen über die Möglichkeiten der Heilmittelrichtlinien ermöglichen mir eine zielgerichtete, individuelle und lösungsorientierte Patientenberatung. Es war für mich ein enorm wichtiger Zugewinn im Umgang mit Patienten, Ärzten und Rezepten.

Matthias Fischer,

lt. Therapeut Rücken- und Gelenkzentrum Olsberg

Rückblickend auf die Ausbildung zum Patienten-Praxismanager, muss ich feststellen, dass mir ein Großteil der Themen durch andere Fortbildungen bereits geläufig war.

In Sachen Kommunikation habe ich dazugelernt, den Patienten angemessen zu beraten und ihn bei der Auswahl der für ihn bestgeeigneten Therapie zu begleiten, indem ich mit dem Patienten ein 3-Phasen-Modell entwickele, ausgehend von seiner IST-Situation, welches den Patienten zur Verbesserung seines Beschwerdebildes anspornen soll und nicht, wie es bisher in anderen Schulungen üblich war, wo eher dazu animiert wurde

Verträge abzuschließen und den Patienten zu etwas zu überreden, was er selbst vielleicht gar nicht als sinnvoll erachtet.

Meiner Meinung nach sollte man bei solch einer komplexen Fortbildung auf die Gruppenzusammenstellung achten, so dass alle Teilnehmenden vom Wissensstand her sich annähernd auf dem gleichen Level bewegen.

Positiv hervorheben will ich den Aufbau und die Struktur durch die verschiedenen Module und Referenten, die zu einer gelungenen Abwechslung in der Methodenauswahl geführt haben.

Abschließen möchte ich diese Ausarbeitung, wie ich sie begonnen habe – mit einem Zitat von Robert Baden-Powell:

„Verlasst die Welt ein Stück besser, als ihr sie vorgefunden habt!“

Dieser Satz sollte auch uns in unserer täglichen Arbeit begleiten und uns dazu animieren zusammen mit unseren Patienten das jeweilige Wohlergehen im Blick zu halten – ihres, aber genauso unser eigenes.

Julia K.,
Absolventin
Was und wie hat dich die Patientenkybernetik im Umgang mit Patienten weiter gebracht?

Mich hat in der Patientenkybernetik vor allem der Aufbau der einzelnen Module weiter gebracht. Denn in jedem Modul habe ich immer was neues mitnehmen können auch wenn die Inhalte auf den ersten Blick schon bekannt waren. Besonders die Modul 3 und 8. Aus den Modulen konnte ich meine eigene Technik aufbauen und verbessern. Alle Dozenten haben Freiraum für eigene Erfahrungen und Beispiele gelassen. Auf diese wurde eingegangen und es wurde Tipps und Verbesserungsvorschläge an uns weitergegeben.

Der Austausch in der gesamten Gruppe und auch in den kleinen verschiedenen Arbeitsgruppen war sehr wichtig. Ich konnte in den kleinen „Rollenspielen“ viel mitnehmen da ich noch nicht viele Patientengespräche führen konnte. In den Rollenspielen konnte ich für mich die richtige Technik finden für die verschiedenen Situationen die wir besprochen haben.

Sandra Fischer,
Fachliche Leitung Rezeption Harener Gesundheitszentrum, Gesundheitskauffrau

Was und wie hat dich die Patientenkybernetik im Umgang mit den Patienten weiter gebracht?

Die Kybernetik befasst sich mit der Steuerung und Regelung von Maschinen, lebenden Organismen und sozialen Organisationen und beschäftigt sich mit Zusammenhängen („Wirkungsgefügen“) in Systemen (z.B. Unternehmen).

Ein Wirkungsgefüge ist dabei ein System, dessen Elemente durch unmittelbare gegenseitige Einwirkung miteinander verbunden sind. Dies wird z.B. daran deutlich wie eng Körper und Geist miteinander verbunden sind.

Die Auseinandersetzung mit der Patientenkybernetik hat mich dazu veranlasst mich mit der „Steuerung“ und „Regelung“ der Patienten(-ströme) in meinem Unternehmen intensiver zu beschäftigen.

Bedingt durch diese Überlegungen versuche ich nun in meinem Unternehmen die linearen Ursache-Wirkungsbeziehungen in der Patientenführung (Arzt-Rezept- Patient-Therapeut) durch zirkuläre zur ersetzen (Feedbackschleifen) und die Entscheidungsprozesse auf ihre Kausalität hin zu betrachten.

Eine ganzheitliche Betrachtungsweise des Patienten setzt sich darin fort, dass wir Angebote in den Feldern Bewegung (nach Maß), Ernährung (Klug essen, lange leben) und Entspannung (Neue Wege gegen Stress) als die drei Säulen eines gesundheitsbewussten Lebens anbieten werden, um den Patienten die damit verbundene lebenslange Rendite („Die Hälfte unserer Gesundheit können wir durch unsere Lebensweise gestalten“) vor Augen zu führen.

Michael Stanislowski,

Reha Zentrum Oberhausen

Da jedes Rezept bei der Aufnahme sowieso erstmal geprüft wird, ist der Aufwand einen Besonderen Verordnungsbedarf zu filtern sehr gering und bringt einen großen Nutzen für die Patienten, aber auch für Arzt und Therapeut– ein Synergieeffekt für beide Praxen.

 

Die Vorteile in einer kurzen Zusammenfassung:

  • Optimale Versorgung der Patienten mit Heilmitteln
  • Zusammenarbeit und Kommunikation mit den Ärzten wird gestärkt
  • Erhöhung der Einweiser
  • Höherwertige Verordnungen (z.B. KGG oder inkl. Passivleistungen)

Marco van Hees,

Physiotherapeut und Inhaber RehaZentrum Geldern

Insgesamt bewerte ich die Ausbildung zum Patientenkybernetiker sehr positiv. Wir haben bereits damit begonnen, unser Praxismanagement basierend auf den Seminarinhalten neu auszurichten.

Ziel ist es einen Prozess zu etablieren, durch den im bestehenden System der Heilmittelrichtlinien für alle Beteiligten die bestmöglichen Ergebnisse erzielt werden. Innerhalb dieses Prozesses möchten wir als Ansprechpartner für die Arztpraxen dienen, um im Problemfall schnell eine Lösung zu finden. Dieser Prozess soll mit einer Ärzteschulung Ende Februar angestoßen und mit Schulungen in den einzelnen Praxen manifestiert werden. Meiner Ansicht nach ist das ein weiterer Schritt von einer normalen physiotherapeutischen Praxis hin zu einem komplexen Gesundheitsdienstleister.

Besonders wichtig ist hier die Vorbereitung. Um von den Ärzten als kompetenter Gesprächspartner wahrgenommen zu werden, ist es meiner Meinung nach unerlässlich die rechtlichen Grundlagen zu kennen und über diese fehlerfrei informieren zu können. Weiterhin sollte ein Anliegen an den Arzt inhaltlich immer gut begründet und aufbereitet sein. Hierzu gehört z.B. das Erstellen von konsistenten Therapieplänen oder das Verfassen von Therapieberichten.

Ebenso wichtig ist es, den Patienten zu führen und ihm das Gefühl von Sicherheit zu vermitteln. Er muss stets über den nächsten Schritt informiert sein und gespiegelt bekommen, dass sich um ihn gekümmert wird.

Persönlich hat mich die Fortbildung auf mehreren Ebenen weitergebracht. Zunächst fühle ich mich mittlerweile sehr sicher um Umgang mit dem Heilmittelkatalog. Gleiches gilt für das Themenfeld

der besonderen Verordnungsbedarfe sowie den langfristigen Heilmittelbedarf.

Das Seminar hat außerdem dazu angeregt, immer wieder einen Perspektivwechsel vorzunehmen, um die Beweggründe der „anderen Seite“, sei es der Arzt oder der Patient, besser nachvollziehen zu können und angemessen darauf zu reagieren. Dadurch fällt es mir leichter z.B. in der Therapieberatung schnell zu einer adäquaten Lösung zu kommen, die auf bestmögliche Art und Weise die Probleme des Patienten adressiert.

Ich bin sicher, dass sich die Therapiequalität in unserer Einrichtung durch die im Seminar erlernten Inhalte, Prozesse und Verhaltensweisen nachhaltig verbessern wird. Die optimale Patientenversorgung kann nur gelingen, wenn alle Beteiligten effektiv und auf Augenhöhe miteinander zusammenarbeiten. Dafür ist eine effiziente und schnelle Kommunikation zwingend notwendig. Ich denke, dass die Patientenkybernetik ein hervorragendes Werkzeug ist, um dafür die Voraussetzungen zu schaffen.

Benjamin Mäueler, Geschäftsführer mobilo Gütersloh
Und das ist der Punkt, in welcher Hinsicht mich die Patientenkybernetik im Umgang mit Patienten weiter gebracht hat.

Ich habe gelernt, dass Patienten und auch Ärzte keine Feinde sind.

Man sollte mit beiden Personengruppen ZUSAMMEN arbeiten, damit man langfristig erfolgreich ist.

Ich akzeptiere den Patienten bzw. die Entscheidung des Patienten, denn im Endeffekt entscheidet NUR der Patient, was für ihn gut ist oder nicht.

Der wichtigste Punkt aber für mich, den ich aus der Fortbildung mitnehmen konnte, ist die Achtsamkeit. Sie macht den Berufsalltag leichter und strahlt auch auf die Patienten ab. Patienten spüren meine Gelassenheit/Achtsamkeit und fühlen sich ebenfalls besser aufgehoben bei mir. Sie fühlen die positive Energie.

Ich kann mittlerweile beobachten, dass es mit einem Spiegel vergleichbar ist. Das, was ich gebe, kommt zu mir zurück. Strahle ich Gelassenheit/Achtsamkeit auf die Patienten aus, so fühlen sie sich wohl bei mir und lächeln öfter.

Außerdem bringen sie mir Dankbarkeit entgegen und das ist für mich persönlich das größte Lob in diesem Beruf.

Miriam Franzen,

Absolventin Niederzier

Die Ausbildung zur Patientenkybernetikerin hat mich nicht nur im Umgang mit den Patienten im Rahmen einer Therapieberatung bestärkt, sondern vor allem auch an das Herantreten an Ärzte und Praxen, welches bei mir bisher viele Fragen und Unsicherheiten aufwarf.

Durch mein wöchentliches Back-up behalte ich den Überblick und habe meine Argumente stets untermauert. Ich fühle mich sehr sicher in dem Bereich des besonderen- und langfristigen Heilmittelbedarfes und kann mir gut vorstellen, den Praxen in Zukunft als kompetenter und zuverlässiger Partner zu Verfügung zu stehen.

Ich freue mich auf die Ärztefortbildung in unserem Unternehmen und erhoffe mir dadurch eine leichtere und schnellere Kommunikation zwischen Ärzten- und Physiotherapeuten. Denn nur gemeinsam ist es möglich, die bestmöglichste und erfolgreichste Therapie für den Patienten zu finden und den 1., sowie 2. Gesundheitsmarkt so positiv zu beeinflussen.

Dies sollte in meinen Augen der Anspruch jedermann sein, der seinen Beruf in der Gesundheitsbranche gewählt hat.

Wege entstehen dadurch, dass man sie geht. -Franz Kafka-

Lisa Kramme,
mobilo Gütersloh
Ich glaube noch vor einem halben Jahr hätte ich eine Patientin wie Frau Z. versucht zu bequatschen und zu belallen, dass sie bei uns ein Abo machen muss, dass Rehasport für sie das richtige is, dass sie einen Präventionskurs machen muss und so weiter und so weiter. Und nichts davon hätte sie je gemacht - und falls doch, dann nicht von langer Dauer.

Heinrich von Kleist, ein deutscher Lyriker sagte einst :

Ein jeder hat seine eigne Art, glücklich zu sein, und niemand darf verlangen, dass man es in der seinigen sein soll.

Ich muss heute kein Abo verkaufen. Patient XY muss heute nicht am Präventionskurs teilnehmen - nur weil ich es so für gut empfinde.

Manchmal weiß der Patient am besten, was für sein Glück und seine Gesundheit am wichtigsten ist - und wenn nicht, dann steh ich als Therapeut und Therapieberater zu Stelle und versuche gemeinsam eine Lösung zu finden - zum Wohle des Patienten.

Albert Schäfer,

Geschäftsleitung Physiotherapie Schäfer Kaiserslautern